Rentner baut seine Wärmepumpe selbst ein – für unter 5.000 €
Ein technikaffiner Rentner aus Leipzig wollte weg von der alten Gasheizung – und möglichst viel selbst machen. Die Planung kam von mir: individueller Sanierungsfahrplan (iSFP), raumweise Heizlastberechnung und hydraulischer Abgleich. Den Einbau übernahm er auf dieser Grundlage selbst, inklusive Rückbau der alten Gasheizung.
- Materialkosten inkl. Rückbau der alten Gasheizungca. 14.000 €
- Planung: iSFP, Heizlastberechnung, hydraulischer Abgleichca. 3.000 €
- Förderung70 %Heizung; iSFP damals 80 %
- Tatsächliche Kosten nach Förderung (Material + Planung)unter 5.000 €14.000 € − 70 % + 3.000 € − 80 % ≈ 4.800 €
Auch für Rentner ist der Umstieg realisierbar – entscheidend ist, dass Planung, Förderantrag und Nachweise stimmen. Wie Eigenleistung und Förderung zusammenpassen, lesen Sie im Ratgeber Eigenleistung & Förderung.
Hinweis zum Förderstand: Dieses Ergebnis wurde mit den damals geltenden Förderbedingungen erreicht: Der Sanierungsfahrplan wurde seinerzeit noch mit 80 % gefördert (seit dem 07.08.2024 sind es 50 %, maximal 650 € beim Ein- und Zweifamilienhaus), der Heizungstausch mit bis zu 70 % von 30.000 € förderfähigen Kosten. Seit der BEG-Reform vom 21.07.2026 liegt der Kostendeckel für die Heizung bei 28.000 € und mehrere Boni sind entfallen oder abgesenkt – ein vergleichbares Vorhaben fällt heute teurer aus. Die aktuell gültigen Fördersätze stehen im Ratgeber Wärmepumpe & KfW 458.
Wärmepumpe vom Fachbetrieb – rund 10.000 € statt 32.000 €
Der klassische Weg: Ein Eigentümer in Leipzig ließ die Wärmepumpe von einem Fachunternehmen einbauen – inklusive teilweise ersetzter Heizkörper und neuem Elektroverteiler. Von mir kamen iSFP, Heizlastberechnung und hydraulischer Abgleich – die Bausteine, die über die richtige Dimensionierung und die volle Förderung entscheiden.
- Gesamtkosten inkl. teilweise neuer Heizkörper und neuem Elektroverteilerca. 32.000 €
- Förderungca. −22.000 €
- Tatsächliche Kostenca. 10.000 €
Wie sich der Zuschuss von bis zu 80 % zusammensetzt und in welcher Reihenfolge Antrag und Einbau laufen müssen, steht im Ratgeber Wärmepumpe & KfW 458.
Von Effizienzklasse D auf A – mit über 78.000 € Fördermitteln
Umgesetzte Maßnahmen (Auswahl):
Die Heizkörper blieben teils im Bestand und wurden teils gegen größere getauscht – genau so, wie es der berechnete hydraulische Abgleich ergeben hat. Kein Bauchgefühl, sondern Rechenwerk.
- KfW 458 – Heizungsförderung (Wärmepumpe)26.000 €
- BAFA – Einzelmaßnahmen (Hülle & Technik)52.000 €
- Fördermittel gesamt78.000 €
Was der Eigentümer davon hat: enorme Wertsteigerung, der Instandhaltungsrückstau ist beseitigt, die künftige CO₂-Umlage sinkt durch den Abschied vom Öl erheblich, das Schimmelrisiko für die Mieter ist gesenkt – und die Wohnungen haben Mietsteigerungspotenzial.
